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Mobilsfera-Redaktion
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Galaxy Fit4 ergibt nur Sinn, wenn Samsung es als echtes Budget-Band behandelt

Die Leaks beschreiben ein Fit3 mit höherem Display und neuerem Bluetooth. Das ist in Ordnung, doch nur ein scharfer Preis und starke Akkulaufzeit geben dem Galaxy Fit4 eine Daseinsberechtigung.

Veröffentlicht
31. Oktober 2026
Lesezeit
3 min
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Foto: 嘉傑 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Braucht wirklich jemand ein Fitnessband von Samsung, wenn Samsung ohnehin auch Smartwatches verkauft? Diese Frage muss das Galaxy Fit4 beantworten, und bislang liefern die Leaks Samsung dafür keine Antwort.

Nach einem ersten Blick auf die Bilder berichtet GSMArena, dass eine APK-Analyse der Begleit-App Galaxy Fit4 Manager die meisten Spezifikationen offengelegt hat. Das Band ähnelt weitgehend dem Galaxy Fit3 von 2024: ein Display mit 258 x 428 Pixeln (beim Fit3 sind es 256 x 402), bis zu 12 Kacheln gleichzeitig und die bekannten Grundfunktionen: Schritte, Herzfrequenz mit Warnungen, Blutsauerstoff und Stresserfassung. Die App bestätigt zudem die Schlaferfassung direkt auf dem Gerät; nach 7 Tagen Tragezeit steht eine Schlafberatung zur Verfügung.

Einen Starttermin gibt es nicht. Frühere Gerüchte nennen laut demselben Bericht einen Preis unter 100 US-Dollar, und Geeky Gadgets spricht von einem möglichen Preis von 60 US-Dollar. All das sind Leaks und Gerüchte, von Samsung nicht bestätigt.

Ein Fit3 mit höherem Display ist kein Daseinsgrund

Seien wir ehrlich: Ein etwas höheres Panel und Bluetooth 5.4, die einzige Angabe, die die FCC-Unterlagen Berichten zufolge bestätigen, sind keine Schlagzeile. Das ist Produktpflege. Kommt das Fit4 als stilles Refresh, das in einer Schublade des Samsung-Shops verschwindet, wird es genau das, was wir befürchtet haben: ein lieblos mitgeführtes Zubehör.

Die GPS-Frage zeigt das Problem. GSMArena zufolge gibt es keine Informationen zu einem GPS-Empfänger, was vermutlich bedeutet, dass keiner verbaut ist. Andere Seiten behaupten das Gegenteil, und selbst bei den Farben widersprechen sich dieselben Quellen. Das GPS-Gerücht ist daher ungeklärt. Aus unserer Sicht ist ein Band ohne eigenes GPS aber nur dann ein vertretbares Produkt, wenn das übrige Angebot hervorragend ist.

Der einzige lohnende Wettbewerb: Preis und Akku

Unsere These ist einfach: Die Kategorie der Fitnessbänder entscheidet sich an zwei Zahlen, nämlich was das Band kostet und wie viele Tage es zwischen zwei Ladevorgängen durchhält. Ein Band steht und fällt damit, dass man es vergisst. Die uns vorliegenden Unterlagen nennen keine Akkuangabe für das Fit4, deshalb können wir nicht sagen, ob es Samsung ernst meint. Dieses Schweigen ist aufschlussreich. Hätte das Unternehmen eine herausragende Akkulaufzeit, wäre sie unseres Erachtens eine der ersten Angaben, die durchsickern, und das ist nicht der Fall.

Der Preis ist die vielversprechendere Hälfte. Ein Preis unter 100 US-Dollar, vor allem etwas in der Nähe von 60, würde das Fit4 in den Bereich bringen, in dem man einen Tracker spontan kauft. Tech Advisor beschreibt es als Alternative zur Fitbit Air, erwartet es vor Ende 2026 und geht davon aus, dass der Preis unter dem des Google-Trackers bleiben dürfte. Das ist ein interessanterer Konkurrent, als es klingt: Samsung würde damit um Android-Nutzer werben, die etwas Einfacheres als eine Smartwatch wollen.

Zudem sind Xiaomi und Huawei unserer Ansicht nach der Maßstab, den viele Leser bei günstigen, ausdauernden Bändern im Kopf haben. Uns liegen keine Unterlagen mit einem Spezifikationsvergleich vor, daher maßen wir uns kein Ranking an. Der Punkt bleibt aber bestehen: Ist das Fit4 nur im Vergleich zu Samsungs eigener Vergangenheit konkurrenzfähig, droht es gegen Marken zu verlieren, für die diese Kategorie das Kerngeschäft und keine Beilage ist.

Wer warten sollte und wen es interessieren dürfte

Wer einen unkomplizierten Tracker für Schlaf, Stress und Herzfrequenz sucht, mit einem Display, auf das man nur kurz blickt, statt es zu verwalten, für den könnte das Fit4 ein guter Kauf sein, sofern der Preis dort landet, wo die Gerüchte ihn sehen. Die Schlafberatung direkt auf dem Gerät ist für diese Zielgruppe ein nettes Extra.

Wer Laufdaten ohne Smartphone erfassen möchte, sollte vor dem Kauf eine Bestätigung zum GPS abwarten. Wer das Band mit einer Galaxy Watch vergleicht, stellt vermutlich die falsche Frage; das Fit4 soll unseres Erachtens keine Uhr ersetzen.

Unser Fazit: Das Fit4 ist nicht aufregend, und das muss es auch nicht sein. Es muss günstig, langlebig und ehrlich in dem sein, was es ist. Samsung kann das, und dann wäre dieses Band ein vernünftiges kleines Produkt. Versucht es dagegen, eine abgespeckte Uhr zu Preisen nahe einer Uhr zu sein, verdient es, ignoriert zu werden. Solange Samsung weder Preis noch Akkuangabe nennt, halten wir Begeisterung und Geldbeutel zurück.

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