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Mobilsfera-Redaktion
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Samsung räumt Fehler der Watch Ultra 2 ein – jetzt fehlt ein Termin für die Lösung

Dass Samsung das VO2-Max-Problem der Galaxy Watch Ultra 2 bestätigt, ist ein guter Anfang. Ein vages Reparaturversprechen ist aber kein Plan – Besitzer verdienen konkrete Angaben.

Veröffentlicht
29. Oktober 2026
Lesezeit
3 min
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Foto: P1898 / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Was ist ein Eingeständnis wert, wenn es ohne Datum, ohne Versionsnummer und ohne Anleitung kommt? Diese Frage steht in dieser Woche über der Galaxy Watch Ultra 2, nachdem Samsung bestätigt hat, dass die robuste Flaggschiff-Uhr ein Problem hat.

Was Samsung tatsächlich eingeräumt hat

Laut Canaltech hat die Galaxy Watch Ultra 2 einen Fehler bei der Berechnung des VO2 Max während Läufen auf Leichtathletikbahnen. Wie Candeias News berichtet, zeichnet die Uhr nach manchen Trainingseinheiten die Schätzung der maximalen Sauerstoffaufnahme nicht auf, selbst wenn der Nutzer die von Samsung Health geforderten Bedingungen erfüllt. Samsung erkannte den Fehler an und erklärte, an einer Lösung zu arbeiten. Android Headlines führt den Fall auf die Meldung eines Nutzers in der Samsung Community zurück.

Mehr geben die vorliegenden Informationen nicht her: ein bestätigtes Problem und ein Versprechen. Kein Zeitplan, kein Hinweis auf ein Update, keine Aussage dazu, ob Hardware im Spiel ist.

„Sensorfehler“ muss in dieser Schlagzeile viel tragen

Manche Überschriften sprechen von einem „Sensor“, beschrieben wird aber eine Messgröße, die nicht berechnet wird. Hier wären wir vorsichtig. Eine fehlende Schätzung nach einer Bahneinheit klingt für uns eher nach einem Problem im Algorithmus oder in der Software-Logik als nach einer defekten Komponente. Das ist eine Interpretation, keine Aussage von Samsung. Sie ist aber wichtig, denn die Antwort auf die Frage „Was tun?“ hängt vollständig davon ab.

Ist es Software, lautet die Lösung Update, und ehrlich wäre es von Samsung, zu sagen, welches und ungefähr wann. Ist es Hardware, müssen Besitzer hören, dass die Uhr im Rahmen der Garantie repariert oder ersetzt wird. Derzeit lässt das Berichtete beide Möglichkeiten offen – was das Unternehmen bequemerweise auf keine festlegt.

Warum ein vages Reparaturversprechen nicht genügt

Entscheidend ist, wer betroffen ist. VO2 Max ist aus unserer Sicht eine Kernfunktion für diejenigen, die eine robuste, hochwertige Sportuhr kaufen: Läufer, die auf der Bahn trainieren, strukturierten Plänen folgen und beobachten, wie diese Zahl über Monate steigt. Eine stille Lücke in den Daten ist für sie kein kosmetischer Fehler. Vermutlich ist es ein Loch im Trainingstagebuch, das sich kaum wieder füllen lässt.

Und die Ultra 2 ist nicht die einzige Uhr mit Ecken und Kanten in der Dokumentation. Ein Thread im US-Forum der Samsung Community beschreibt ein Problem mit dem Always-On Display und dem Handgelenksensor der Ultra 2; laut Seite hatten 23 Personen dieses Problem. Ein Forenbeitrag ist eine Anekdote, keine Statistik, und wir behaupten nicht, dass es sich um denselben Fehler handelt. Er zeigt aber, warum Besitzer ein vages Eingeständnis leicht so lesen: „Mit meiner teuren Uhr stimmt etwas nicht, und niemand sagt mir, was.“

Samsung verdient Anerkennung dafür, nicht zu mauern. Viele Unternehmen lassen die Meldung eines Nutzers monatelang im Forum liegen. Den Fehler öffentlich einzuräumen, ist der richtige Impuls. Das Problem ist, dort stehen zu bleiben.

Was Samsung aus unserer Sicht als Nächstes tun sollte

Drei Dinge, keines davon exotisch:

  • Sagen, um welche Art von Problem es sich handelt. Ein Satz zu Software oder Hardware würde den Großteil der Verunsicherung nehmen.
  • Ein Ziel nennen. Kein festes Datum, aber einen groben Zeitraum und den Update-Kanal, über den die Lösung kommt. Nur zu sagen, dass an einer Lösung gearbeitet wird, wirkt wie ein Platzhalter.
  • Den Garantieweg erklären. Erfordert die Behebung einen Servicebesuch oder einen Austausch, sollten Besitzer das vorab erfahren und es nicht erst im Streit mit dem Support herausfinden.

Bis dahin ist unser Rat an Besitzer praktisch: Wer die Uhr wegen Bahnläufen und VO2 Max gekauft hat, sollte die fehlgeschlagenen Einheiten mit Datum selbst dokumentieren und nicht davon ausgehen, dass die fehlenden Daten nachgetragen werden. Wer einen Kauf erwägt, sollte unseres Erachtens abwarten, bis Samsung sich konkret zur Behebung äußert, bevor er Flaggschiff-Preise zahlt – besonders, wenn Läufe auf der Bahn der geplante Einsatz sind.

Das Urteil: Das Eingeständnis ist zu begrüßen, aber es ist der billigste Teil der Aufgabe. Was Samsung tatsächlich schuldet, ist die Lösung und Klarheit darüber.

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